Bornheim im Meer - Quarzgrube Bornheim-Brenig

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Bornheim im Meer

Erdgeschichtliches

Bornheim im Meer

Die Quarzsande

Durch den Sand- und Kiesabbau in den 1970er Jahren wurde mit der Quarzgrube Brenig ein bis zu 30 m tiefer Aufschluss geschaffen, mit dem der geologische Aufbau des Bornheimer Horstes vom Oligozän bis heute einzigartig dokumentiert ist.

Die Schichtenfolge beginnt mit etwa 30 m mächtigen Sanden des Oligozäns und reicht damit 25 Millionen Jahre weit zurück. Die sehr hellen, weißen bis hellgelben Sande haben eine nahezu einheitliche Korngröße und bestehen bis zu 98 % aus Quarzkörnern. Über diesen Quarzsanden folgt eine bis zu 8 m mächtige Wechsellagerung aus Tonen, Schluffen und kleinen Braunkohleflözen.

Der Ablagerungsraum im Meer

Vor 25 Millionen Jahren befand sich der Bereich des Vorgebirges ungefähr auf Meeresspiegelniveau. Die Quarzsande wurden aus dem Hinterland über ein weitverzweigtes Rinnensystem in einem Flachmeer in Küstennähe abgelagert. Über viele Millionen Jahre herrschten in etwa gleiche Ablagerungsbedingungen, die so zum Aufbau einer mehrere 10er Meter mächtigen Quarzsandschicht führten. Die Sande sind in den unteren Metern meist schräggeschichtet und wurden im Bereich einer flachen Meeresbucht (Wassertiefe maximal 7 m) mehrfach umgelagert.

Das Sumpfgebiet

Ein Wechsel in der Schichtung und Mineralzusammensetzung im oberen Bereich der Quarzsandabfolge weist darauf hin, dass an der Wende vom Oligozän zum Miozän vor 23 Millionen Jahren eine allmähliche Verlandung einsetzte und das Salzwasser immer mehr durch nachströmendes Süßwasser ersetzt wurde.

Schließlich verlandete der Bereich des heutigen Vorgebirges, und es entstanden weitflächige, küstennahe Seen und Lagunen mit Sumpfwäldern und Waldmooren, ähnlich den Everglades im heutigen Florida. Aus den Torfen entwickelten sich später kleine Braunkohleflöze. In den Seen und Lagunen wurden zusätzlich Tone und Schluffe abgelagert.

 
 
 
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